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Alles fing mit dem Handarbeitsunterricht in der Schule an. Nachdem ich unter anderem ein Patchwork-Kissen genäht hatte, fing ich an, an der Nähmaschine meiner Mutter die verschiedensten Sachen zu nähen. Ich zeichnete etwas auf und setzte es in Stoff um. Natürlich mit der Unterstützung meiner Mutter. Die Ideen wurden gar nicht weniger! Eines Tages wollte ich mal was Anderes machen als Kissen und diverse Kleidungsaccessoires. Also kaufte ich mir im Bastelladen ein Buch über das Nähen von Teddybären und das entsprechende Material dazu und legte los. Als ich einen 60 cm großen Bären mit Brummstimme in den Armen hielt, bekam ich ein Blitzen in die Augen und ein Kribbeln in die Finger und nach einigen nachgearbeiteten Bären fing ich an, meine eigenen Schnitte zu entwerfen, von nun an Stich für Stich per Hand. Es entstand der erste Funkelbär der mir sofort ans Herz gewachsen ist! Der Name “Funkelbär” kam mir in den Sinn, als mein erster selbst entworfener Bär vor mir saß und mit einem Funkeln in den Augen und einem fröhlichen Lachen das erste Mal das Licht der Welt erblickte. Da sich die Funkelbären von nun an rasend schnell vermehrten und nach einem Umzug meine Wohnung langsam zu übervölkern drohten, suchte ich nach Möglichkeiten, einige meiner Bären zur Adoption freizugeben. Durch Zufall entdeckte ich, dass in Eschwege (nur wenige Autominuten entfernt) eine Ausstellung für Puppen und Bären stattfinden sollte (Puppenfesttage mit großem Teddytreffen) . Ich meldete mich gleich als Aussteller an und vier Monate später war es soweit. Meine Bären waren reisefertig und bereit und ich ein Nervenbündel. Welche Reaktionen der Besucher würden uns erwarten? Aber die Nervosität legte sich schnell, nach vielen freundlichen Reaktionen und Komplimenten und verkauften Bären. Nach den zwei Tagen der Ausstellung kam ich nur noch mit der Hälfte der Bären wieder nach Hause und die Wohnung kam mir so leer vor, dass ich mich gleich wieder an den Basteltisch setzte. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis fanden meine Bären Gefallen und neue “Eltern”. So folgten natürlich auch einige andere Ausstellungen, aber das “Heimspiel” in Eschwege im November wird für mich immer etwas Besonderes bleiben. Auch mein Vater unterstützt mich wo er kann. Er bastelt in seiner Freizeit Holzmöbel für Bären und Puppen und hat mir inzwischen schon meine zweite “Ausstellungs-Bühne” gebastelt. Inzwischen darf er auf keiner Messe mehr fehlen und teilt sich den Stand mit mir unter dem Namen „Rolf´s Holzkiste“. Unter www.funkelbaer.de kann man nebst den Funkelbären natürlich auch “Rolf´s Holzkiste” bewundern. Patrizia Böning |